Tiergesundheit
2. BSE-Fall in Oberösterreich
Erstmals seit zwei Jahren gibt es in Österreich wieder eine BSE-Fall. Betroffen ist eine 12-jährige Kuh aus einem Grünlandbetrieb in Oberösterreich.
Es ist der 7. BSE-Fall bundesweit und der 2. in Oberösterreich. Das teilten das Gesundheitsministerium und der oberösterreichische Agrarlandesrat Josef Stockinger mit. Das Fleisch ist nicht in die Lebensmittelkette gelangt.
Das geschlachtete Rind wurde am 19. Januar positiv getestet, das Untersuchungsergebnis am Freitag, 22.1.2010 durch das nationale Referenzlabor der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in Mödling/Niederösterreich bestätigt.
Durch die Informationen aus der AMA-Rinderdatenbank wurden nicht nur das Tier und seine Herkunft, sondern auch die Nachkommen sofort identifiziert. Das betroffene Tier ist in Österreich geboren worden. Sein Fleisch wurde entsprechend dem Krisenplan unter behördlicher Aufsicht sofort aus dem Verkehr gezogen und entsorgt.
Obwohl es in allen bisher in Österreich aufgetretenen BSE-Fällen keine Übertragung der Krankheit auf die Nachkommen gab, wurden die Nachkommen des Tieres ebenfalls unverzüglich behördlich kontrolliert. Dabei seien keinerlei klinische Auffälligkeiten festgestellt worden, berichtete Agrarlandesrat Josef Stockinger.
Die Tiere würden weiterhin durch den Amtstierarzt laufend überwacht und im Falle einer späteren Schlachtung natürlich auch auf BSE untersucht. Es dürfte sich, wie schon beim 1. oberösterreichischen BSE-Fall im Jahr 2006, um einen weiteren unabhängigen Einzelfall handeln.
Quelle: APA / Foto: Fotolia


