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01.02.2010

Tierseuchen & Tiergesundheit

Rinder, Schafe und Ziegen gegen BT impfen

Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit (BT) erfolgt seit Anfang des Jahres bundesweit auf freiwilliger Basis. Dennoch sollten die Halter von Rindern, Schafen und Ziegen nicht in ihren Impfbemühungen nachlassen.

Nach Meinung der Bundesländer erlauben es das derzeit erreichte Immunisierungsniveau und die am Markt verfügbaren Impfstoffen, die BT-Impfung in die Verantwortlichkeit der Landwirte und Hobbyhalter zu stellen. Die Blauzungenkrankheit (BTV8) sei aber noch nicht überwunden.

"Da sich die Impfung als sehr effektiv erwiesen hat, wird den Haltern von Rindern, Schafen und Ziegen dringend empfohlen, ihre Tiere gegen das BT-Virus zu schützen", betont Norbert Meyer, Vorsitzender im Landvolk-Ausschuss für Tierseuchen und Verwaltungsratsvorsitzender bei der Niedersächsischen Tierseuchenkasse. Diese wird auch in diesem Jahr die Tierhalter bei ihren Schutzmaßnahmen unterstützen, den BT-Impfstoff zur Verfügung stellen und die Kosten dafür gemeinsam mit dem Land übernehmen.

In diesem Zusammenhang macht das Landvolk darauf aufmerksam, dass weiterhin jede erfolgte Impfung innerhalb von 7 Tagen vom Tierarzt in der HIT-Datenbank dokumentiert sein muss. Die niedersächsischen Zuchtverbände weisen überdies darauf hin, dass geimpfte Tiere auch bessere Vermarktungschancen haben. Für den Export in BTV8-freie Länder ist die BT-Impfung ohnehin zwingend erforderlich.

Berücksichtigen sollten Tierhalter in ihrer Entscheidung auch, dass es bei Auftreten der Krankheit in den Beständen keine Entschädigung mehr gibt. BT ist eine anzeigepflichtige Virus-Erkrankung von Wiederkäuern und für Menschen nicht von Belang. Sie kann sehr unterschiedlich verlaufen, zum Teil auch tödlich für das betroffene Tier sein. Sie wird hervorgerufen durch ein Virus (BT), das ausschließlich über Stechmücken, sogenannte Gnitzen, übertragen wird und gegen das seit 2008 in ganz Deutschland verpflichtend geimpft werden musste. Seitdem konnte die Krankheit bundesweit nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums erheblich zurückgedrängt werden.

So registrierten die Behörden für 2007 noch 21.000 BT-Ausbrüche in Deutschland, 2008 waren es 5100 und im vergangenen Jahr infizierten sich nur noch 142 Tiere. Dennoch ist die Krankheit nicht überwunden. Tierhalter sollten ihre Rinder, Schafe und Ziegen daher rechtzeitig vor Beginn der Weideperiode impfen lassen. Wenn ein einmal geimpftes Tier jährlich einen Wiederholungs-,Pieks’ erhält, ist es gegen BT geschützt und kann ohne Einhaltung von Fristen gehandelt werden. Wenn die Tierhalter dagegen 1 Jahr mit der Auffrischung aussetzen, müssen sie erneut mit der Grundimmunisierung beginnen. (lpd)
 
 

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